Dienstag, 17. Januar 2012
offene Punkte
Um mal kurz einzubunkern, was noch dringend ansteht:

- Ich habe immer noch keine Wohnung und der Makler hat sich immer noch nicht gemeldet. Den anrufen und mal bei einer anderen Hausverwaltung wegen einer Besichtigung anfragen. Die vermieten auch gleich reihenweise Wohnungen in einem Block mit Küche im Zimmer und Waschmaschinen im Keller.
- Dafür Dinge besorgen wie Mietschuldenfreiheitsbescheinigung, Passkopie, Ausweiskopie, Hart IV- Kopie. Am besten vor... dringend vor dem Wochenende.
- Für Oktober bis Dezember habe ich noch keine GEZ- Gebühren gezahlt und es kam immer noch keine zweite Zahlungsaufforderung.
- Für das Einstiegsgeld könnte ich einen BuisnessPlan erstellen (bzw. den bisherigen überarbeiten und weiter schreiben).
- Am Wochenende ist Aktiventreffen. Flip Charts nicht vergessen. Gegebenfalls noch ein paar Sachen vorbereiten und diesen Rechner einstecken, da hier alles wichtige drauf ist. So viel dazu, dass das Netbook mein Arbeitsrechner wird... Und den Teilnahmebetrag überweisen sobald mein Hartz IV da ist.
- Neue Passbilder anfertigen lassen, damit ich einen neuen Ausweis beantragen kann.
- Aushänge verteilen und Cafétermine und Homepage an diversen Stellen ergänzen.
- Diplomzeugnis abholen.
- Geld für Probanden und Bewerbungsmittel rückbeantragen.
- Containern.
- Manu anrufen. Tim anrufen.
- Kai treffen. Termin finden.

Damit ist das einzige wichtige Problem im Moment eine Wohnung in Dresden. Dann kümmere ich mich hoffentlich die Tage mal darum noch ein paar Besichtigungstermine auszumachen, falls das mit den bisherigen Versuchen nichts wird. Sekundär wäre es cool, hier schon ein wenig zu arbeiten, also Werbung machen.



Done- Liste II
Dann mach ich mal weiter damit.

Habs heute tatsächlich geschafft um 9:00 aufzustehen, um aufzuräumen, abzuwaschen, Wäsche zu machen, das Bett frisch zu beziehen und Frühstück einzukaufen.

Danach habe ich Infos zur Mediation gesucht für meinen Vortrag im Oktober. Fündig geworden bin ich unter anderem hier: http://www.mediation.voe.at/. Wenn die Zeitschriften nicht so teuer wären, würde ich mir glatt ein paar bestellen. So müssen die Leseproben erst einmal ausreichen. Die beinhalten unter anderem länder- und zeitübergreifendes, worüber ich auch gerne referieren würde, wo ich aber bisher erwart hatte am schwierigsten etwas zu zu finden. Wenn ich also mal wieder nichts tuend oder zeitverschwendend vorm Rechner sitze, weiß ich, was ich lesen kann. Ich hätte auch gerne Mediation: Lehrbuch für Psychologen und Juristen, aber das ist zum einen teuer und zum anderen hier gerade ausgeliehen. Aber das Internet gibt für den Anfang mehr als genug her.

Nach einem Nickerchen war ich noch in der Stadt richtig einkaufen. Also gibts hier auch wieder was brauchbares zu essen, unter anderem einiges an Obst. Und Mineralwasser, ich vertrag das Leitungswasser nicht. Dabei habe ich auch gleich noch ein Café entdeckt, in dem ich meine Sprechstunden anbieten würde.

Den Film auf deutsch mit schwedischem Untertitel habe ich zu Ende geschaut. Ist natürlich alles etwas fix zum Lernen, aber ein bisschen was habe ich mitgenommen, und ich werde ihn vermutlich noch so oft sehen, bis ich ihn in- und auswendig kenne.

Dann habe ich mich noch übers Containern schlau gemacht (nachts noch genießbares Essen aus Müllcontainern von Supermärkten entwenden, http://www.containern.de/). Klingt interessant und ich würde es gerne mal machen. In erster Linie aus Interesse und einem Spieltrieb heraus, Geld dadurch zu sparen wäre auch super. Ich glaube sowieso nicht an Geld. Mir wärs lieber, wenn alle so erwachsen wären, sich genau das zu nehmen was sie brauchen, und dafür das zu arbeiten, was sie wollen. Aber so weit wird der Mensch vermutlich nie sein... Was ich mache, falls ich erwischt werde, muss ich mir dann spontan überlegen. Eh seltsam, dass jemand was dagegen hat, dass man Müll klaut.

Gebloggt habe ich heute auch zwei Mal, und in dem Falle sogar zu Themen, die anderen etwas nützen könnten. Nicht so wie dieser Artikel hier, der ist primär da um mir zu helfen. Ah, und damit habe ich mich auch noch zum Thema Finanzierung schlau gemacht. Da ist jetzt erst mal definitiv alles klar.

Und an meiner Webseite habe ich noch gebastelt. Das Angebot ergänzt und zwei, drei Sätze überarbeitet. Nun ist sie tatsächlich schon mal brauchbar. Vermutlich fallen mir die Tage noch ein paar Verbesserungsideen ein. Besonders nützlich ist, dass ich vorher schon Flyer gemacht habe. Von denen konnte ich einiges an Text kopieren.

Das wars für heute. Und das war nicht mal wenig.



Montag, 16. Januar 2012
Finanzierung
Ich mache mich gerade mal etwas schlau, wovon ich lebe, wenn ich mich selbständig melde, aber noch nichts verdiene. Einen Kredit möchte ich nicht aufnehmen.

Im Moment bin ich Hartz IV- Empfänger, da ich nach meinem Studium noch nicht gearbeitet habe. Wenn ich mich selbständig melde, kann ich weiterhin Hartz IV erhalten um meine Einnahmen auf den Mindestsatz von 364€ aufzustocken. So lange wie ich unter 400€ verdiene, muss ich keine Sozialleistungen zahlen und habe einen Freibetrag von 100€ + 20%. Als Selbständiger kann ich nicht zu artfremden oder 1€- Jobs gezwungen werden. Falls mein Sachbearbeiter allerdings nicht daran glaubt, dass ich mit der Selbständigkeit in nächster Zeit meinen Lebensunterhalt verdienen kann, darf er dies doch. Das blick ich nicht. Klingt sehr willkürlich.

Genauso willkürlich klingt die Vergabe einer weiteren Untersützung, dem Einstiegsgeld. Auch das unterliegt der Einschätzung meines Sachbearbeiters. Die Höhe wäre 50% meiner Regelleistung und es wird bis zu 24 Monate gewährt, im ersten Schub wahrscheinlich 6 oder 12 Monate lang. Zum Antrag gehören ein Lebenslauf, ein Nachweis behördlicher Zulassung zur Aufnahme der selbständigen Beschäftigung und ein BuisnessPlan. Wichtig sind weiterhin vorhandene Brachenkenntnisse, Ausbildung und Berufserfahrungen, kaufmännische oder unternehmerische Kenntnisse, Erwerbsbiographie und Belastbarkeit, Unterstützung im familiären Umfeld (etwa notwendige Kinderbetreuung), Motivation und Ernsthaftigkeit der beabsichtigten Selbständigkeit (Intensität und Dauer der Planungs- und Vorbereitungsphase). Angeblich muss ich dafür einen vierwöchigen Existenzgründungskurs besuchen. So ein Schmarrn. Wenn ich es schaffe, einen brauchbaren BuisnessPlan zu erstellen, schaff ich den Rest auch. Kurs hin oder her. Mal schaun, wie das tatsächlich ist. Von dem Geld soll ich meinen Lebensunterhalt mit decken. Für einmalige Erwerbungen kann ich ebenfalls Unterstützung beantragen.

Das würde mir insgesamt durchaus ausreichen, um eine Selbständigkeit zu beginnen. Ich muss ja keine Waren einkaufen oder ähnliches. Eventuell richte ich mir irgendwann ein Büro ein oder schaffe mir einen Moderationskoffer an. Dazu kämen Werbemittel und Bürosachen. Aber so viel brauche ich zusätzlich zum Lebensunterhalt nicht.



Done- Liste I
Viele Leute schreiben sich To- Do- Listen, damit sie sehen, was sie noch machen sollten. Ich gehöre zu den Leuten, die, wenn sie etwas erledigt haben, das noch nicht auf der Liste steht, dieses ergänzen, damit sie es hinterher durchstreichen können. Jetzt dreh ich das Ding mal noch ein wenig weiter und schreibe auf, was ich alles getan habe. Das soll mir dabei helfen, mein Bewusstsein dafür zu stärken, welche unterschiedlichen Dinge ich erledigt habe und damit das Gefühl verringern, den ganzen Tag nichts getan zu haben. Damit kann ich in meinem Kopf auch gleich die getanen Aufgaben stärker mit positiven Emotionen verbinden, so dass sie mir das nächste Mal vielleicht ein wenig leichter fallen. Heute waren das folgende Dinge:

- einen Text auf meiner Homepage ergänzen
- eine neue Idee in der Ideenschmiede meines Netzwerkes ergänzen
- zwei Beiträge bloggen
- schwedisch lernen
- Gitarre spielen
- noch mehr schwedisch lernen
- ein paar Kleinigkeiten im Tool der Aufnahmekommission meines Netzwerkes ergänzen
- spazieren gehen
- eine Vorversion für einen Fragebogen erstellen
- Mails bearbeiten

All in all ist das gar nicht so wenig. Für viele wird das meiste nicht als arbeiten durch gehen, für mich ist es ein Fortschritt zu schlafen, lesen, spielen. Da ist das echt okay. Noch ein bisschen mehr Kontakte, Luft und Bewegung, und das passt.



Sonntag, 15. Januar 2012
Stärken und Schwächen
Geht mir gerade so durch den Kopf. Und ich finde es sehr nützlich Gedanken abzustellen, in dem ich sie nieder schreibe.
Zum Beispiel aus Vorstellungsgesprächen kennt man die Frage: "Was sind Ihre Stärken?" Und ich denk mir dazu ein oder zwei Dinge. Danach kommt auch gerne: "Was sind ihre Schwächen?" und ich denke mir dazu ganz genau die selben Dinge. Ich bin ruhig und rede wenig. Das ist gut, wenn es darum geht jemandem Raum zum Reden zu geben, aber nicht unbedingt optimal, wenn man den Ton angeben soll. Ich glaube, es geht mehr darum herauszufinden, welche Besonderheiten jemand hat und diese gewinnbringend einzusetzen. Je stärker eine Eigenschaft ausgeprägt ist, desto mehr kann sie eine Stärke oder Schwäche sein. Menschen, die normal viel reden, können normal viel Raum geben und normal viel den Ton angeben. Die, die ein bisschen wenig reden, können ein bisschen mehr Raum geben und ein bisschen schlechter den Ton angeben. Und so weiter. Damit sind Eigenschaften auch nicht gut oder schlecht, sondern verschieden ausgeprägt und es kommt einfach nur darauf an, wie man sie ausspielt. Vielleicht sollte man eher fragen: "Welche Besonderheiten haben Sie?".



Forentrolle und Giraffenohren
Zugegebenermaßen bin ich ein wenig süchtig nach Ablenkung. Eine davon finde ich in Onlinebrettspielen. Ich hab da mittlerweile einiges an tollen Freunden gefunden. Aber wie es so ist, je mehr Leute sich auf so einer Plattform bewegen, desto mehr finden sich dort auch ein, mit denen man nicht so klar kommt. Bei ein paar davon entwickelt sich durchaus das Gefühl, dass ihr Lebensinhalt daraus besteht, andere Leute anzugreifen. Vor ner Weile hab ich auch noch zurück gepöbelt. Aber jetzt hab ich nen Freund, der Buddhist ist und Ahnung von guter Kommunikation hat, und seit dem sehe ich das alles viel entspannter. Uuund ich hab festgestellt, dass das nen prima Spielplatz zum Üben von gewaltfreier Kommunikation ist. Auf

"Gibt es eigentlich hier im Forum auch ein Thema wozu das Deppendreigestirn aus Silent Hill (Nocona,lenapipi,schnuffel) nicht nur Schwachsinn rauslabert?"
(Nocona bin ich, die anderen beiden sind zwei gute Freunde von mir)

reagier ich nicht mehr aggressiv, sondern kann mir in aller Ruhe anschauen, was für eine Reaktion auf

"danke für Dein Feedback. Kannst Du für mich genauer aufzeigen, auf welche Postings Du Dich von mir beziehst und warum? Das ist mir noch nicht klar (wenn es das wäre, könnte ich ja mein Verhalten überdenken und schon jetzt etwas ändern) und sollte für Dich kein Problem sein, da Du Dich mit Deiner Aussage auf alle meine bisherigen Postings beziehst. Ich bin immer für hilfreiche Rückmeldungen dankbar!"

folgt. Bisher leider noch keine. Aber ich glaub, das wirkt auf alle anderen viel besser. Und ist für mich auch viel entspannter. Das ist total super.
Mein nächster Versuch ist dieser hier:

"Hm ich lese in Deinen Postings Ausdrücke wie "Depp", "das geht nicht in Deinen Kopf", "Müll", etc und empfinde diese Formulierungsweise als sehr angreifend. Daraus wächst in mir der Wunsch hier vernünftig ohne solche Ausdrücke zu diskutieren. Kannst Du auch etwas zurückhaltendere Worte wählen?"

Mal schaun, was dabei rum kommt. Darauf ist eher eine Antwort zu erwarten. Und da in dem Forum ausreichend Leute sind, mit denen ich mich bisher nicht auf einer Welle bewege, habe ich sicher noch viele Gelegenheiten zu üben.