Donnerstag, 23. Februar 2012
Beipackzettel
Hab heute nen Medikament abgeholt. Saß an der Strabahaltestelle, hab gewartet. Die Gelegenheit genutzt den Beipackzettel zu lesen.
Der Reihe nach:

"..eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt.." Ooohhoo, Vorfreude.

"Auf welche Weise [Ihr Medikament] seine Wirkung entfaltet, ist noch nicht vollständig geklärt." Das macht doch schon mal Mut.

"Besondere Vorsicht ist erforderlich, wenn Sie zu Blutungen oder Blutergüssen neigen." Nur einmal im Monat. Ist vermutlich nicht gemeint.

"Ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie: Suizidversuch, suizidale Gedanken, Feindseligkeit." *Schluck* Das will doch niemand lesen. Sich selbst erfüllende Prophezeiung. Schon mal gehört?

"Unter Einnahme des Medikamentes kann ein lebensbedrohlicher Zustand eintreten, wenn Sie außerdem Antibiotika mit Linezolid (gegen Infekte) oder Tramadol (gegen Schmerzen) einnehmen." Ein Glück, das ich das gelesen hab. Das könnt mal locker in die Hose geh'n.

"Sie sollten während der Behandlung keinen Alkohol zu sich nehmen." Zum Glück trink ich normal eh nicht. Sonst wird das schwierig. Ich bin 25.

"Nehmen Sie das Medikament immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein." Erinnert mich daran, dass der zu Beginn meinte, ich solle morgens und abends ne halbe nehmen. In der Verpackung fand ich... Kapseln.

"Nebenwirkungen: häufig: Gewichtsreduktion" Schade, dass ich nicht betroffen bin. Den Rest will ich nicht. Hab ich auch größtenteils bis überhaupt nicht.

Den Rest der Wirkungen lass ich aus. Zu viele beängstigende Möglichkeiten.
Einen hab ich noch:

"Aus diesem Grund wird Ihr Arzt gelegentlich Blutuntersuchungen durchführen, besonders, wenn Sie das Medikament über einen längeren Zeitraum einnehmen." Ich hab gestern das Rezept geholt. Sie fragte nur, ob ich das schon länger nehmen würde, was ich bejahte. Das wars. Mittlerweile bestimmt zwei Jahre und nie wurde auch nur irgendwas untersucht oder kontrolliert diesbezüglich. Einmal haben sie vor nem Jahr Blut abgenommen wegen was anderem. Sonst wären die nie auf die Idee gekommen.

Vertrauenserweckend. Alles. Insgesamt und überhaupt. Mir gings vermutlich besser, hätt ich das nicht gelesen. Aber oben drüber steht ja auch noch: "unbedingt vor Einnahme lesen". Und wenn ich nen Antibiotikum oder nen Schmerzmittel nehm, werd ich mich eh nimmer erinnern, wie genau das heißt, was nicht gut ist. Der Arzt sollte eh nachfragen und das wissen.



Mittwoch, 22. Februar 2012
Prokrastinationsberatung
Hab ich das schon geschrieben? Es gibt vermutlich nicht viele Coaches, die aktuell mehr Ahnung zur Prokrastination als ich haben. Und das Thema wird immer aktueller. Also meine Marktlücke.

Meine Mitexperten haben gerade nicht so die Zeit, und ich könnte erst mal vertagen.de mit meinen Sachen für Studenten weiter anfüllen. Die Flyer wollte ich heute machen, aber nicht mit diesem Kopf grad. Und Aushänge. Ich weiß grad nicht, wie das alles so in die Gänge kommen soll, dass ich davon leben kann. So viel Geld haben Studenten schließlich nicht. Ich hoff, da passiert was, wenn ich die Aushänge mach und Anzeigen schalt. Bisher weiß ja noch keiner, dass es mich überhaupt gibt.
Vielleicht kann ich mich gleich noch auf Normalsterbliche ausrichten. Die haben was mehr Geld und teilweise genauso Probleme.

Für ein Buch hab ich erst mal brainstorming gemacht, was da alles rein könnte. Viele sind auf Bewältigung ausgerichtet, ich würd noch einiges mehr an Hintergrundwissen hinein tun. Das würde mich deutlich von den anderen absetzen. Wäre super. Und ab und an an Kapiteln arbeiten, wie ich gerade Lust habe, würde mir auch gefallen. Dann hab ich quasi immer einen netten Lückenfüller, wenn ich sonst nicht weiß, was ich machen soll oder will.

Erst mal muss ich guggen, wie ich bis dahin überhaupt durch komme. Und wie man Rechnungen schreibt. Und Aufträge klar macht. Das weiß ich auch noch nicht... Hach, Sorgen. Morgen zum Jobcenter, und schauen, wies da weiter geht. Wenn ich Pech hab, bekomm ich für März kein Geld... Obwohl, eher unwahrscheinlich. Und April hab ich hoffentlich die ersten Kunden.



Samstag, 18. Februar 2012
Resümee
Morgen ist die Zeit auf Amrum leider schon wieder zu Ende.
Das ist voll schön hier, sehr chillig und stressfrei. Leider haben wir viel Zeit damit verbracht unsere Krankheiten auszuleben, das war nicht so ergiebig. Bei mir ist es nicht mal richtig raus gekommen, und ich werd vermutlich weiterhin viel zu viel schlafen.

Von den touristischen Attraktionen haben wir im örtlichen Kino den Gott des Gemetzels geschaut. War sehr urig und lustig. Das Café haben wir mit einer ausgeprägten Regelmäßigkeit besucht, einmal waren wir beim Italiener essen. Und ab und zu am Strand spazieren. Hat durchaus was sehr schönes und entspannendes von einem Urlaub.

Ein bisschen was haben wir auch geschafft. Anscheinend nicht so viel, wie die anderen wollten, aber das macht mir nixx. Ich hab an meiner Webseite gebastelt, einen ordentlichen Hauptlink angelegt, einen Leitfaden zum Prokrastinationsbewältigungscoaching angefangen, die To Dos für die nächsten Wochen klar gemacht und ein paar Mails geschrieben. Die Flyer hab ich nicht überarbeitet, weil die leider auf dem anderen Rechner liegen. Aber immerhin hab ich nu ein brauchbares Programm dafür. Das ist schon mal ein Anfang.
Das Prokrastinationsding wird auch was größeres. Wir haben jetzt eine Website www.vertagen.de, auf der einiges inklusive vielfältiger Beratungsangebote zusammen kommen. Das wird total gut. Und ich kann von den Kontakten der anderen beiden profitieren und vielleicht als Coaching-Azubi in Unternehmen mitkommen. Das wäre total toll. Ansonsten stürz ich mich als Coaching-Anfänger erstmal auf die Studenten.

Als To-Dos von dieser Woche sind dann noch offen geblieben: Flyer erstellen, Newsletter- und MinDMag-Artikel zum Mentorenprogramm verfassen, auf www.vertagen.de die Leseecke und die Infoseite für Studenten anlegen, mein Angebot studentenspezifischer zuschneiden und meine neuen E-Mail-Adressen in meinen Donnervogel legen. Dazu raus finden, welche meiner Mails dieser Woche überhaupt angekommen sind. Bisher hab ich die Vermutung, dass zwei irgendwo verloren gegangen sind.