Freitag, 9. März 2012
Und weiß der Teufel,...
... warum er mich geritten hat.

Im Moment steht hier einiges Kopf. Umzug. Zum Jobcenter müsst ich auch mal dringend. Vereinsarbeit. Eigene Arbeit. Mailen. Forenspiele. Da wird der Tag schon was knapp grad. Und nu übertreib ichs mal wieder maßlos...

Angefangen hat das alles vor 1,5 Jahren. Mein Hochschulnetzwerk suchte jemanden, der den Vorstandsposten für die Mitgliederbetreuung übernimmt. Irgendwas hat mich wohl gejuckt, auf jeden Fall wurde ich gewählt. Und hab gleich mal rum posaunt, dass ich 2011 auf unserer Akademie gerne einen Vortrag halten würde. Zack, stand ich da ne Stunde vor 60 Leuten. Und da der Vortrag danach ausfiel, gleich nochmal vor 20. Das reicht natürlich nicht. Auf dem Treffen und nen Monat später nochmal ne Abendveranstaltung vor ca. 150 und ca.75 Leuten moderiert. Und für dieses Jahr hab ich auch schon viel zu laut gebrüllt: nen Vortrag + Rollenspiel zur Mediation Ende August, nen Vortrag zur Mediation im Oktober und ein Seminarwochenende vermutlich im November zum Thema Prokrastination. Man könnte vermuten, das reicht. Im April haben wir Jahrestreffen. Da helf ich beim Tagungsbüro und vermutlich auch beim Symposium. Man könnte meinen, auch das reicht. Aber ich bekomm die Klappe ja nicht voll genug. Nu hab ich mich dafür beworben, unsere Mitgliederversammlung vor 450 Leuten zu moderieren.

Ich hab sie ja nicht mehr alle. Ich bin schüchtern, still, introvertiert. Und es würd mir so verdammt viel Spaß machen. Irgendwo, ganz tief in mir drin, muss wohl ne ziemliche Rampensau stecken. ich hoff, das wird was mit der Moderation. Und, dass es gut wird. Und, dass mich die Leute hinterher noch sehen mögen. Und, dass ich hinterher nicht bekannt bin wie ein bunter Hund. Das liegt mir nicht. :-)



Mittwoch, 7. März 2012
Hallo Mister Gott...
... hier spricht Anna.

War heute im Umsonst-Laden in Dresden. Hab nicht gedacht, dass ich dort was finde. Meinen Blick über die Buchtitel schweifen lassen. Und da war es. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf das Buch gekommen bin. Ist schon etliche Jahre her. Habs wohl mal als Tipp in einem Forum gelesen und dann nochmal im Regal eines Freundes meines Freundes stehen sehen. Und heute natürlich gleich mitgenommen.

Die ersten sechs Kapitel hab ich auch gleich gelesen (beim Friseur, wartend). Total schön. So einfach und natürlich. Gott ist einfach da, in allem. Dafür muss man nicht in eine Kirche gehen. Und so neugierig. Total süßes Mädel.

Am interessantesten (falls man das überhaupt so einordnen kann) finde ich bisher die Stelle, an der sie meint, dass Menschen von außen lieben und küssen, und dass Gott von innen liebt und küsst. Manchmal hab ich das Bedürfnis, mit einem anderen komplett zu verschmelzen. Nicht (nur) küssen oder miteinander schlafen. Sondern 100%ig eins sein. Bisher dachte ich, dass es ein Ausdruck des Wunsches wäre, wieder im Mutterleib meiner Mutter zu sein (gibts angeblich tatsächlich). Hat vielleicht was mit Schutzbedürfnis zu tun. Vielleicht ist es der Wunsch von innen zu lieben, vielleicht noch etwas anderes. Aber das triffts schon ziemlich gut. Von innen lieben. Das gefällt mir.

Ich les auf jeden Fall weiter. Das ist echter Balsam und einfach nur voll schön.



Malern, Möbel und Matratzen
Ich bin drin. :-)

Meine Möbel sind Montag Abend hier angekommen. Gestern alles aufgebaut, nen Schreibtisch und zwei Regale. Der Kleiderschrank kommt in zwei Wochen, das eilt auch nicht. Natürlich hier mal rechts und links vertauscht, da hats mal geknackt und die Nägel sind teilweise auch nicht ganz so drin, wie man das bei einem Profi erwarten würde. Sieht man aber alles nicht, wenn man nicht weiß, wo man suchen muss. Von daher macht das überhaupt nichts. Und beim Aufstellen gleich mal gemerkt, dass meine Wände schief sind. xD Dazu noch fünf Blasen an meiner rechten Hand, auch das wird vergehen. Und alles besser, als den IKEA- Leuten Geld fürs Aufbauen zu geben. Schon, weils mir selber dafür viel zu viel Spaß macht.

Die Sache mit den Matratzen ist etwas komplitückischer. Hatte eine bei Ebay gekauft und die Lieferadresse auf DD geändert. Dumm nur, dass Afterbuy die Würzburger übernommen hat. Nun liegt diese Matratze bei ner Nachbarin in der falschen Stadt, wo sie mir gar nichts nützt. Den Kauf hab ich widerrufen, muss mal noch raus finden, ob die die wieder abholen oder ich da was für machen muss. Und bin also gestern in einen Matratzenladen in Dresden. Das Gespräch lief etwas gekürzt etwa folgendermaßen ab:

ich: Hallo.
sie: Hallo. Wie kann ich Ihnen helfen?
ich: Ich suche eine Matratze, 140x200, Kaltschaum.
sie: Da haben wir genau eine über ist, ja gerade Studentenzeit.
ich: Super, die nehm ich.
sie: Wollen Sie die gleich mitnehmen.
ich: Ja.
sie: Sind sie dann mit dem Auto da?
ich: Nein, zu Fuß.
sie (große Augen): Okay. Dann kleben wir die noch in der Mitte zusammen, dass die sich leichter tragen lässt. Einen erfolgreichen Nach-Hause-Weg
ich: Danke. Tschüss.

Dann hab ich die Matratze hinter mir her erst zur Straba- Haltestelle und danach in meine Wohnung gezogen. Die Leute scheinen so etwas hier nicht oft zu sehen. Haben mich teilweise echt komisch angeschaut. Dabei hab ich sogar darauf verzichtet, mit der Matratze zu reden. (Okay, in den psychologischen Kursen machen das die Teilnehmer angeblich auch mit einer Banane und nicht mit einer Matratze, also hinter sich her ziehen und damit reden.) Daheim hab ich sie noch per Hebelwirkung auf mein Hochbett befördert. Bezogen und gleich mal ausprobiert, was die so taugt. Welch eine Erlösung nach fünf Tagen auf dem Fußboden.

Heute war ich im Malerladen. Wollte ein bisschen weiße Farbe. Der Verkäufer meinte, unter 2,5l gibts da nixx. Kurz darauf bin ich mit 0,75l aus der Tür raus. Paar stellen korrigiert, quasi gar nicht rumgesaut und jetzt ist auch die Wand wieder ca. einheitlich weiß. Die Tage noch nen paar Löcher dicht machen und ein paar Stellen nachbessern. Und das wars dann in der Hinsicht.

Vorhin noch den ganzen Müll raus gebracht. Da kommt einiges zusammen, wenn man das ganze Zeug auspackt. Und nu siehts hier schon mal recht gut aus. Als persönliche Note hats hier bisher erst nen Fote, nen Katzenposter, 3 Kerzen und ne Pflanze. Wenn ich die Sachen aus Würzburg geholt hab, wirds hier endgültig heimelich.

Wohnung einrichten ist echt super. Die ganze Zeit gute Musik am laufen. Was schaffen und aufbauen. Körperliche Aktivität. Und hinterher anschauen, wies geworden ist. Sowas macht mir exxtrem Spaß. Vielleicht sollte ich umschulen. :-) Nachher noch zum Frisör *denk*.



Sonntag, 4. März 2012
mangelnde Bespaßung
Sitz grad in meiner Wohnung, der Stick lahmt und nen Fernseher hab ich eh nicht. Auf raus gehen hab ich auch keine Lust. Spontan ein bisschen was zusammen geschrieben (bin wohl noch latent genervt von der Party letzte Nacht).

Seht die Leute, laufen, eilen,
und sie werden nie verweilen.
Wie ein Uhrwerk aufgezogen,
doch ist alles nur gelogen.

Der falsche Job zur falschen Zeit,
nur vorgespielte Heiterkeit.
Friede, Freude, Eierkuchen
kann man hier vergeblich suchen.

Nur Stunk und Ärger, Streiterei,
nur Selbstsucht, Hass und viel Geschrei.
Da kommt die Frage fast gewohnt:
Wozu sich da das Leben lohnt?

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Mein Haus, mein Auto und mein Boot,
geteilt wird nichts in der Not.
Wozu soll ich andre stützen,
wenn sie mir doch gar nichts nützen?

Mir selbst der Nächste, das bin ich,
Du leidest Not, was kümmerts mich?
Muss mein Geld zusammen raffen,
jeder soll's alleine schaffen.

So gehts mir gut, das macht mich frei,
die andern sind mir einerlei.
Und wenn ich je zu Grunde geh,
ist niemand da, der zu mir steht.

Nicht überarbeitet oder so. Einfach nur runter geschrieben.