Samstag, 1. Juni 2013
Schweden
Bin ein paar Tage in Schweden unterwegs. Mein Cousin heiratet ausgerechnet am Tag des DFB-Pokalfinals. Aber gut, damit habe ich mich halbwegs abgefunden.
Hier ists echt super, die Sonne scheint, es ist warm. Und die Leute sind suuuper freundlich und hilfsbereit. Und können sehr verständliches Englisch. Da fragste in nem Laden nach einem Stadtplan und Dir wird - da keiner vorhanden- ohne Nachfrage erklärt, wo sich die Touristen-Info befindet. Das ist echt toll! Ich bin sehr positiv überrascht. Und auf den Autobahnen fahren die meisten auch entsprechend der Geschwindigkeitsvorgaben 110 oder 120.
Uppsala ist etwas provinziell, aber der Fluss ist richtig schick. Und im Gegensatz zu Deutschland, wo da einfach Mauern dran gebaut werden, gibts hier Stege, auf denen man sich in der Sonne ans Wasser setzen kann. Einfach fantastisch! Der Rest der Stadt ist leider nicht ganz so schön, aber aushalten lässt es sich hier durchaus.



Mittwoch, 29. Mai 2013
unglückliche Fußballernachnamen
Dass Fußballer Schweinsteiger oder Harnik heißen, tut zwar in den Ohren weh, ist man aber doch schon gewohnt. Dass Christian Träsch von den englischen Kommentatoren als "Trasch" ausgesprochen wird, finde ich ausgesprochen angenehm. Wer will schon Müll übers Feld laufen sehen?
Manche Namen dagegen verwirren einfach nur. Lahm kennt man als Namen mittlerweile so gut, dass man nicht gleich daran denkt, dass da jemand übers Feld schleicht. Manno dagegen ist mir bei der Relegation von Osnabrück gegen Dresden das erste Mal begegnet. Und jedes Mal wieder bei der reporterlichen Erwähnung frage ich mich in der ersten Sekunde, worauf er gerade so entgeistert reagieren will. Bis mir wieder einfällt, dass er den Spieler meint und keine Abwandlung von "menno". Bisheriger Höhepunkt meiner Wahrnehmungsverwirrungen ist der ehemaliger Bremer Aaron Hunt. Immer wieder der Kommentator: "Hunt", "Hunt, "Hunt". Ja, wo denn?!? Da war doch nie und nimmer ne Hand am Ball. Dafür war die viel zu weit weg. Irgendwann hab ichs dann geblickt, aber dran gewöhnt hab ich mich nie an den Namen...



Mittwoch, 22. Mai 2013
Pinkelbecken
Vor meiner Haustür bauen die seit drei Wochen - also genau genommen zwei Tagen dieser drei Wochen - etwas, das ich bisher nicht identifizieren konnte. Es sieht aus wie ein großer weißer Würfel eines Ikearegals, nur in Quaderform, mit weißen Leinwänden, die die beiden Seiten in halber Höhe und zu drei Viertel verdecken. Dazu ist quer in der Mitte eine grüne Wand, die nachts leuchtet.
Eben hab ich mal nachgeschaut, was auf dem Bauschild dazu steht. Bin ja neugierig. Das ganze wird Dresdens grüne Ecke, und man kann dem Graffitikünster am Freitag dabei zusehen, wie er das Ding verziert. Bei diesem "Ding" handelt es sich übrigens um ein Urinal! Ich wollte schon immer mal von meinem Fenster aus Männer beim pinkeln beobachten. Lecker! Ein gefundenes Fressen für Voyeuristen, da nicht rein zu gucken ist im vorbei gehen fast unmöglich, so klein wie die beiden offenen "Kabinen" sind. Demnächst besorg ich mir Urinella, ich will auch was davon haben.