Samstag, 7. Dezember 2013
Grippekinder
Hab die letzten drei Tage flach gelegen und unter anderem ne halbe Nacht Würfelhusten gehabt. Im Zuge dessen konnte ich eine neue Theorie entwickeln, weshalb viele Kinder im Winter gezeugt werden:
es ist kalt --> frau wird krank --> frau nimmt Pille --> frau übergibt sich --> Pille wirkt nicht mehr --> frau wird rund
So viel zum Thema kuscheln-im-kalten. Ha! das ist doch mindestens genauso schlüssig. :-)



Samstag, 9. November 2013
Träume
Hin und wieder denke ich an Dycamart - eine Geschichte, die es leider online nicht mehr zu finden gibt. So wie heute. Nur die ersten Zeilen, und ich bin wieder bei mir angekommen:

Von einem Berg aus blickten wir hinunter in ein braches Land. Dieses Land, das einst unsere Heimat war, lag nun in Ruinen. Ruinen, die nie wieder auferstehen sollten.
Einst lag dort das Paradies, doch dann zogen dunkle Wolken auf, die unheilvoll Tag und Nacht über dem Land lagen. Wir warteten darauf, dass sie unter ihrem eigenen Gewicht zugrunde gehen würden, doch der Regen der Erlösung blieb aus. Nur diese undurchdringlichen Wolken, die für alle Ewigkeit über diesem Land hängen sollten, die einem verwelkten Baum höhnisch spotteten, da er kämpfte und verlor, doch immer noch einen Ast nach oben hielt wie eine drohende Faust.
Ein paar Gebäude standen noch, doch sie waren leer und kalt, zerfressen von der Ewigkeit. Diese Bauten, die nur eine fahle Spiegelung ihrer Selbst waren, verteidigten, was ihnen gehörte, verteidigten ihr innerstes Wesen, doch die Wolken waren zu mächtig.
Das Ende kommt schneller als man denkt. Schleichend wie ein Dieb in der Nacht nimmt es dir alles, was dir etwas bedeutet, zerreißt es und wirft dir dann die Brocken hin, die du verzweifelt wieder aufhebst, an einen Tisch trägst und versuchst zusammenzusetzen.
Am Ende bleibt dir dann nichts mehr außer der Hoffnung. Der Hoffnung, dass du irgendwo in dieser unendlich großen Welt eine Flamme entzündet hast. Eine Flamme, die nie wieder verlischt. Eine Flamme, die mahnt von deinem Schicksal. Eine Flamme der Ewigkeit.

Früher dachte ich, ich könnte die Welt verändern. Oder zumindest nicht von ihr zermahlen werden. Frei sein. Unabhängig sein. Texte schreiben. Mir große Gedanken machen. Sozialkritisch sein. Die Welt vor die Hunde gehen lassen und es wenigstens selbst besser machen. Hab von fernen Ländern geträumt. Mich wahlweise in die Einöde zurückzuziehen. Oder intensive Kontakte zu pflegen. Es einfach anders zu machen als die zig Millionen Mitteleuropäer, die zwar ihren Lebensunterhalt haben, aber trotzdem nicht glücklich sind, weil sie es nicht schaffen, dass zu tun, was sie eigentlich wollen (oder es überhaupt herauszufinden). Ich sehe so viele Menschen um mich herum, die wahnsinnig unglücklich sind mit ihrem Ein-Weg-Leben. Und langsam werde ich auch so einer. Die "geregelte" Arbeit macht mich k.o., ich habe für nichts anderes mehr Kraft. Und wie man ohne Geld lebt, habe ich noch nicht heraus gefunden. Irgendwas läuft hier verdammt schief. Noch rede ich mir ein, dass das eine Übergangsphase ist. Dass ich doch noch meine Aufgabe, Arbeit, Tätigkeit, was auch immer finde, die meinem Ich entspricht, meinen Kindheitsträumen. Falls ich es bis dahin noch spüre. Im Moment bin ich von der Arbeit so leer gesaugt, dass ich weder andere, noch mich wahrnehme. Weil für jeden, der halbwegs was empfinden kann, nur dicht machen hilft gegen das Elend dieser Welt. Sonst geh ich darüber zu Grunde.



Mittwoch, 23. Oktober 2013
den Vogel abgeschossen
So langsam wird das eklig.
1. Akt:
Ich komme nach Hause und finde in der Küche Erbrochenes von meinem Kater. Darin befindet sich offensichtlich tote Maus.
2. Akt:
Ich sitze im Wohnzimmer. Er kommt herein, mit einer Maus im Maul. Er legt sie ab, läuft drum herum und schaut interessiert. Dann fängt er an sie zu fressen. Es knackt und blutet. Er geht wieder, die tote Maus bleibt liegen. Kurz darauf kommt er wieder, um den gefressenen Kopf neben den Kadaver zu erbrechen.
3. Akt:
Ich gehe in das Badezimmer. Dort befindet sich nicht nur der Katzeneingang, sondern auch Vogelfedern. Ich folge der Spur und finde einen angefressenen (und zum Glück toten) Vogel in der Abstellkammer. Einen Tag später gehe ich hinunter, um ihn weg zu machen. Luzi folgt mir. Während ich mit den Federn beschäftigt bin, frisst er noch ein bisschen was vom Kadaver. Dann sammle ich den Kadaver auf und entsorge ihn.
Mahlzeit!

Aber Hauptsache, dieser süß kleine Kater schafft es nicht mal ne Fliege zu erschlagen...